Aufgeschnappt und aufgemerkt 2011

 

Eine Jahresbilanz in Anekdoten

 

 

 

Vom Haarschnitt für Glatzköpfige,

von im Dunkeln liegenden Dunkelziffern,

vom Plafond der Kürzungen

und der Verheiratung von Radwegen und Landesstraßen

 

 

 

Zusammengetragen

von Josef Schöchl (S) im Landtag und

von Michael Neureiter (N) im Alltag

 

und Fritz Egger zugeeignet

 

 

 

Eugendorf / Bad Vigaun

05 01 2012

 

 

 

„Aufgeschnappt und aufgemerkt“ im Internet auf

http://www.horologium.at , http://www.oevp-sbg.at/   

und

http://www.salzburg.gv.at/themen/se/salzburg/lpb/landtag_aufgeschnappt.htm

 


abgeblasen (S)

Mit SMS wird eine Veranstaltung abgesagt:

„Auf Grund des heftigen Sturmes muss die Weihnachtsfeier abgeblasen werden.“

 

abgezählt (S)

Um dem Verbund bei Leitungsbauten möglichst viele Hindernisse in den Weg zu legen, schlägt Astrid Rössler vor:

„Lasst den Verbund Käfer zählen!“

 

alphabetisch (S)

Klubobfrau Gerlinde Rogatsch zur Veränderung der aktuellen Ausbildungserfordernisse:

„Das ABC der Jugend von heute heißt www!“

 

altersweise (N)

Erste-Generaldirektor Andreas Treichl, geboren 1952, spricht seine Erfahrung an:

„Eine Firma, die ich jetzt seit 100 Jahren kenne, möchte einen Kredit von mir...“

 

angeschafft (N)

Nachrichtensprecher des ORF verkürzt:

„Die Wirtschaftskammer hat mit der Landesumweltanschaft eine Vereinbarung getroffen...“

 

aufgehängt (N)

Der Bürgermeister von Bad Vigaun, nicht gerade ein Leichtgewicht, kündigt bei der Gemeindeversammlung zum 380 kV-Thema an, die Landesregierung in die Pflicht zu nehmen:

„Wir hängen uns auf die Landeshauptfrau drauf!“

 

ausgewichen (S)

Eine Expertin erläutert eine etwas unpräzise schriftliche Stellungnahme:

„Wir haben uns um das Problem herum geschrieben.“

 

belebend (S)

Ein Experte erklärt in einer Vorbesprechung den Grund für die zu erwartende sehr kontroverse Debatte zwischen zwei Bewerbern:

 „Nichts belebt die Konkurrenz so wie eine gescheiterte Beziehung.“

 

bewegungslos (N)

Pädagogik-Experte kritisiert im ORF die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst:

“Hier gibt es oft zu wenig Bewegungslosigkeit!“

 

biotopproduktiv (S)

Für Astrid Rössler ist die Errichtung von Flusskraftwerken nur eine

„Schwanbiotopherstellung“.

 

brennend (S)

Im Ausschuss wird zu einer neuen Bestimmung der Feuerbeschau eine Berichterstattung bis November festgelegt, damit der Entwurf in der Dezembersitzung diskutiert werden kann. Zwischenruf von Florian Kreibich:

„Rechtzeitig für die Christbaumbrände!“.

 

dagegen (S)

Friedrich Wiedermann kündigt bei der Debatte zum Rechnungsabschluss der Wohnbauförderung seine Gegenstimme an. Darauf Landesrat Walter Blachfellner:

„Du kannst doch nicht gegen mich stimmen!“

 

dankbar (S)

Hans Scharfetter  bei der Budgetdebatte:

 „Dank an die Finanzabteilung für die transparente Präsentation, wenn auch dadurch die Zahlen nicht besser werden.“

 

differenziert (N)

Ein ORF-Bericht über die Anti-Atom-Mahnwache am Mozartplatz

„Etwa 100 Bürger und Politiker kamen...“

erinnert an ein Hochgebet der römisch-katholischen Kirche:

„Damit wir alle, die Gläubigen und die Priester, unser Bischof und unser Papst...“

 

dramaturgisch (S)

Nach Astrid Rössler erhält Cheflegist Ferdinand Faber das Wort:

„Die Dramaturgie könnte nicht besser sein, dass ich jetzt nach Ihnen zu Wort komme.“

 

dunkel (S)

In einer schriftlichen parlamentarischen Anfrage wird nach der Dunkelziffer eines Vergehens gefragt. Die logische Antwort einer Bezirksverwaltungsbehörde:

"Die Dunkelziffer liegt im Dunkeln."

 

durchströmt (S)

Landesrat Sepp Eisl erläutert einen Vorteil des Salzachkraftwerks Lehen:

„Das Kraftwerk Lehen produziert aus Wasser Strom. Bisher hat die Sohlstufe Lehen aus  Wasser Lärm produziert.“

 

ehrenvoll (S)

Professor Clemens Sedmak leitet eine Festrede ein:

„Sehr geehrte Ehrengäste - und die es noch werden wollen.“

 

einsparend (S)

Karl Schnell macht bei der Debatte zum Rechnungsabschluss einen Einsparungsvorschlag:

„Wieder zwei neue Regierungsmitglieder, obwohl es die alten noch getan hätten.“

 

enddatiert (N)

Burgstaller steht nach eigenem Bekunden

"zu 100 Prozent"

hinter Soziallandesrätin Erika Scharer:

"Und eines ist ja auch klar: Jeder Mensch, der in Richtung Pensionsalter geht, hat ein Enddatum irgendwann einmal in der nächsten Zeit - in den nächsten Monaten, Jahren - je nach Alter.“

 

er-schöpft (N)

Pfarrer zeigt im Trubel der Weihnachtsfeiertage Wirkung:

„Wir bitten dich als unseren Erschöpfer...“

 

erwünscht (S)

Eine warnende Stimme bei einer Debatte über die weitere  Verbesserung einer öffentlichen Leistung:

 „Wenn ein Wunsch erfüllt wird, bekommt er augenblicklich Junge.“

 

fraubemannt (N)

Nach dem 100. Internationalen Frauentag rühmt sich der Intendant des Landestheaters Vorarlberg

„Allein die Frauenmannschaften bei mir bestreiten inzwischen drei Soloproduktionen...“

 

genau angesehen (S)

Als Beispiel für die Filmförderung wird von einem Experten der im Lungau gedrehte Film „Die Rache der Wanderhure“ genannt, wobei auf die eingehende Prüfung der Förderwürdigkeit jedes einzelnen Films hingewiesen wird:

„Es ist so, dass wir uns das ganz genau ansehen.“

 

gescharrt (N)

Berichterstatter der „Bezirksblätter“ aus dem Pinzgau:

„Christian Wörister ist bekannt dafür, gerne die Prominenz um sich zu scharren.“

 

glatzköpfig (S)

Den Haushaltvoranschlag 2012 beschreibt Karl Schnell:

„Das Budget ist, wie wenn man einem Glatzköpfigen einen Haarschnitt verpasst!“

 

großgewachsen (S)

Eine Expertin leitet im Ausschuss ihre Ausführungen ein:

„Ich stehe jetzt auf, damit Sie mich in voller Montur sehen.“

 

grünrotblau (S)

Astrid Rössler bringt ein CO²-Messgerät mit, um die Luftgüte im Ausschusszimmer zu dokumentieren. Sie erklärt, dass eine Viertelstunde nach Beginn die Anzeige von grün bereits in den orangen Bereich gewandert ist:

"Grün ist die beste Phase - also gute Luftqualität."

Zuruf:

"Und rot ist die schlechte Phase."

Zuruf:

"Und wenn wir alle blau sind, ist es vorbei!"

 

halbiert (S)

Die Halleiner Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl berichtet über die Gründungsphase junger Familien: 

„Da können sie sich dann ein Kind oder eineinhalb leisten.“

 

hineingesteckt (S)

Josef Schlömicher-Thier betont:

"Da stecke ich meine Nase hinein."

Zwischenruf von Josef Schöchl, der auf den Zivilberuf des Redners anspielt:

"Kein Wunder bei einem Hals-, Nasen- und Ohrenarzt!"

 

hingerichtet (N)

Bürgermeister Raimund Egger berichtet der Gemeindevertretung:

„Die Unterlage in Hinrichtung Autobahneinhausung haben wir allen Fraktionen übergeben...“

 

horizontgeweitet (N)

Gerlinde Rogatsch beim Landtags-Jubiläum kritisch gegenüber dem Bund:

„Jedenfalls ist der österreichische Horizont weiter als die Wiener Perspektive...“

 

immerwiedrig (N)

Ein führender Personalvertreter erinnert sich:

„Trotz jahrzehntelanger immerwiedriger Zusagen...“

 

kynologisch (S)

Josef Schöchl berichtet bei einer Debatte zur Hundehaltung über kynologische Vereine. Sonja Ottenbacher hat nicht aufgepasst und ist sehr überrascht:

„Was, gynäkologische Vereine?“

 

langsinnig (N)

Franz Weiß, Bezirksobmann der Tennengauer Musikkapellen, ist kein Freund langer Reden:

„Der kurzen Rede langer Sinn...“

 

liturgisch (N)

Ein Bericht der SVZ über eine Bergmesse des Seniorenbunds:

„Dort feierten die 250 Wanderer gemeinsam mit dem Landesobmann des Seniorenbundes, Bundesrat Josef Saller, und Bezirksobmann Josef Berger eine Bergmesse. Danach ging es weiter auf den Geisterberg.“

 

lobbyiert (N)

Bürgermeister Raimund Egger gleich nach dem Auffliegen der Affäre Strasser vorsichtig:

„Ich werde mich hüten, das Wort Lobby in den Mund zu nehmen!“

 

luftig (S)

Josef Schlömicher-Thier ruft zur Unterstützung der „Luftkünstler“, also der Chöre, auf:

„Wir brauchen einen Marshall-Plan der Vokalkunst.“

 

markiert (S)

Bei einer Diskussion über Müllvermeidung stellt ein Experte fest:

„Man kann den Weg in die Diskothek schon an den herumliegenden Getränkedosen sehen.“

 

missverständlich (S)

Josef Schlömicher-Thier möchte mit seiner Aussage nicht missverstanden werden:

„Da komm ich sonst in das falsche Kastl hinein.“

 

mitfrierend (N)

Wilfried Haslauer ist bei der Eröffnung des Joseph-Mohr-Platzes in Mariapfarr Ende Oktober 2011 solidarisch:

„Liebe mitfrierende Festgemeinde!“

 

narrenfrei (S)

Ein Altbürgermeister zur Berichterstattung mancher Medien:

„Presse- und Meinungsfreiheit hin bis zur Narrenfreiheit.“

 

nervend (S)

Eine sehr engagierte Kommunalpolitikerin genervt über die dauernden Verallgemeinerungen bei politisch tätigen Menschen:

„Ich lasse mir jetzt ein T-Shirt machen: Ich bin Politikerin und nicht korrupt!“

 

protokollarisch (N)

Bildungswerkleiter holt eine Begrüßung nach und stellt dann klar:

„Jetzt kommen wir zu etwas wirklich Wichtigem...“

 

redselig (S)

Bei einer Besprechung über behördenübergreifende Zusammenarbeit meint ein Vertreter der Polizei:

„Wenn ein Kriminalbeamter auftaucht, kommen die Leute viel eifriger und rascher zum Reden.“

 

reformiert (S)

Ein Sicherheitsexperte resignierend:

„Beim Bundesheer wird das Wort Reform gleichgesetzt mit Fähigkeitseinschränkungen.“

 

repräsentativ (N)

Die Vorsitzende des Bundesjugendbeirats zum Anspruch des Gremiums und seiner Bandbreite:

„Die Breitbande der Jugend ist hier vertreten...“

 

rockig (S)

Ein Flachgauer Bürgermeister ist bei einer Schuleröffnung durch die sehr rockige Einbegleitung des Jugendorchesters offensichtlich inspiriert:

„Ich bitte nun Tina Turner, ich meine Tina Widmann, um ihre Rede.“

 

rußig (S)

Walter Blachfellner über die Umweltbelastung alter Autos zu Cyriak Schwaighofer: 

„Dein altes Auto haut mehr Ruß hinaus als meines, auch wenn ich schnell fahre.“

 

schleimend (S)

Eine Funktionärin ruft zu konstruktiver Kritik auf:

„Ich will keine Schleimer, die haben wir ohnehin in Wien!“

 

schönheitsoperiert (S)

Ingrid Riezler zur Diskussion über den Ärztemangel in ländlichen Regionen:

 „Wir müssen schauen, wie die Hausärzte attraktiver werden.“

 

schuldig (S)

Umweltreferent Walter Blachfellner zu Astrid Rössler, die die wechselnde Luftqualität beklagt und Verbesserungsbemühungen dazu in Abrede stellt:

„Wenn es gut geht, haben wir nur Glück. Wenn es schlecht geht, dann sind wir schuld.“

 

schwarz (S)

Der Walser Bürgermeister Ludwig Bieringer bei einer Betriebseröffnung:

„Ich wünsche dicke, fette schwarze Zahlen. Mit roten Zahlen können wir nichts anfangen.“

 

seltenfesch? (N)

Kameradschafts-Obmann bei der Jahreshauptversammlung auf der Suche nach einer Marketenderin:

„Wenn ihr irgendwo ein fesches Dirndl wisst, sagt es mir bitte!“

 

sinnlos (S)

Nach mehreren erfolglosen Erklärungsversuchen sagt Walter Blachfellner resignierend zu  Astrid Rössler:

„Ich widerspreche Ihnen nur ungern, weil es keinen Sinn hat.“

 

spiegelgeschaut (N)

Gemeindepolitiker lobt die faire Auseinandersetzung in der Gemeindestube:

„Wenn die Sitzung vorbei ist, kann sich jeder in die Augen schauen.“

 

suppenhungrig (N)

Erzbischof Alois Kothgasser beim Benefiz-Fastensuppenessen zum Familienfasttag:

„Liebe Suppenhungrige und Spendenbereite!“

 

teurer (S)

Bei einer Diskussion über die geplante Einführung einer zusätzlichen Bundesabgabe mit hohem Einhebungsaufwand stellt ein Verwaltungsexperte fest:

„Da ist die Suppe teurer als das Fleisch.“

 

tierisch (N)

Burghard Vouk von der Sicherheitsdirektion über Vorsichtsmaßnahmen:

„Es werden Sprengstoff-Spürhunde und sprengstoffkundige Mitarbeiter entsprechende Maßnahmen treffen...“  

 

transformiert (S)

Bürgerinitiativen-Sprecherin Doris Bernhofer im Rahmen der Ausschussdiskussion zur 380 kV – Leitung über die Strom – Transformation:

„Bei einer 380 KV – Leitung wird kein E-Herd angeschlossen!“

 

transzendent (S)

Das Läuten eines Handys im Publikum genau am Beginn einer Segnung kommentiert  der Walser Pfarrer Johann Schwaighofer:

 „Das ist ein Anruf von oben. Auch Gott wird modern.“

 

umfassend (S)

Nachdem Landesrat Sepp Eisl detailreich eine Anfrage beantwortet hat, gibt er das Wort an Agrar -  Abteilungsleiter Sepp Schwaiger mit der Bitte weiter, die Problematik noch weiter zu erörtern. Dieser kann aber nur mehr feststellen:

„Das war schon äußerst umfassend.“

 

unaufmerksam (S)

Bei einer Festveranstaltung leitet Moderator Peter Resetarits seine Fragerunde an die Gäste am Podium ein:

„Ich stelle eine Frage, Sie sagen aber das, was  Sie schon immer sagen wollten, und ich tue so, als ob ich es nicht merkte.“ 

 

unbekannt (N)

Veranstaltungsankündigung der „Salzburger Nachrichten“

„Der ‚Krippmbarthl‘ ist eine berührende Weihnachtsgeschichte aus der Taugler Heimat im Salzburger Tennengebirge.“

 

ungewolltnötig (N)

Wirtschaftskammerpräsident Julius Schmalz zu Kontrollen von Schwarzarbeit:

„Direkt wollen tun wir’s nicht, aber wir brauchens...“

 

unhöflich (N)

Helmut Kukacka leistet sich als Vorsitzender des MKV beim 50. Stiftungsfest der Halleiner Studentenverbindung „Illyria“ einen groben Versprecher

„Ich gratuliere der Allüria...“

 

unsicher (S)

Roland Meisl betont die Unabhängigkeit des Landesrechnungshofs:

„Der Landes-Rechnungshof ist kein politisches Gremium. Da bin ich mir beim Bundes-Rechnungshof nicht sicher.“

 

unwissend (N)

Laut einem ORF-Bericht

„will die Salzburger ÖVP-Politikerin Susanne Neuwirth“,

die neue Präsidentin des Bundesrats (SPÖ), eine Aufwertung desselben.

 

vergangen (N)

Bürgermeister Peter Eder, Lend, am Tag der Ankündigung des Rücktritts von Landesrätin Erika Scharer:

„Ihr großes Herz gehörte den Regionen des Bundeslandes und den Gemeinden.”

 

vergeben (N)

Das BZÖ präsentiert seine neue Werbelinie mit Bibelzitaten, u.a. mit dem Lukasevangelium 23,34

„Sie wissen nicht, was sie tun.“

und übersieht den vorangehenden Halbsatz:

„Vater, vergib ihnen...“

 

vergittert (N)

Wilfried Haslauer hat bei der Festmesse zur Eröffnung des Joseph-Mohr-Platzes in Mariapfarr gleich hinter dem barocken Presbyteriumsgitter Platz genommen. Er beginnt die Festrede:

„Schon ehe es zur Enthüllung kommt, saß ich hinter Gittern! “

 

verheiratet (S)

Landesbaudirektor Christian Nagl erläutert, dass zwei bisher getrennte Budgetpositionen nun zusammengeführt werden:

 „Die Radwege werden mit den Landesstraßen verheiratet.“

 

verkabelt (S)

Der Vorstand der Salzburg AG August Hirschbichler bei der Energieenquete des Landtags, nachdem er vor seinem Vortrag mit einem Funkmikrophon ausgestattet wurde:

„Ich bin verkabelt!“

 

verkühlt (S)

Der im Zivilberuf als Arzt tätige Karl Schnell berichtet über eine neue Folge des Rauchverbots in Gaststätten:

„Die Raucher kommen mit Husten zu mir, nicht weil sie rauchen, sondern weil sie vor die Türe gehen müssen und sich verkühlt haben.“

 

verständig (S)

Nach einer heftigen Debatte bittet Cheflegist Ferdinand Faber um eine schriftliche Klarstellung:

„Dass zumindest ich es verstehe, ich meine, dass ich es auch verstehe.“

 

verziert (S)

Experte Silverius Zraunig erläutert bei der Diskussion zu Feuerbeschau die geringe Kehrfrequenz auch mit dem häufigen Zweck von Kachelöfen:

„Nur zur Zierde oder für die gute Stimmung.“

 

vielsprachig (N)

Die Speisekarte des ÖBB-Railjet bietet:

„Pinzgauer Käsespätzle“ als „Pinzgauer Cheese Spaetzle“

 

weihwasser-verfolgt (N)

Medizinexperte warnt vor den Auswirkungen einer Zwei-Klassen-Medizin und dem Umgang von Ärzten mit Privatpatienten

„Die müssen hinter ihnen ständig wie der Teufel hinter dem Weihwasser her sein!“

 

zentralistisch (S)

Finanzreferent David Brenner fordert beim Rechnungsabschluss mehr Budgethoheit für sich. Landesrat Walter Blachfellner wehrt sofort ab:

„Da bräuchten wir dann nur mehr ein Regierungsmitglied.“

 

zuoberst (S)

Lukas Essl fordert das Ende einer Einsparung:

 „Bei der Kürzung ist der Plafond erreicht.“

 

zuwartend (S)

Nach dem Ende eines langen Ausschusstages drängt Brigitta Pallauf nicht nach Hause:

„Ich muss mit dem Heimgehen noch etwas warten. Das Essen ist noch nicht fertig.“